Wicked Wildcats
Wicked Wildcats The Band The Act The Office
The Story

A
lles begann an einem warmen Sommertag. Big Frank Lion hatte gerade in seinem Sägewerk mit ein paar Mitarbeitern eine Fuhre Holzstämme abgeladen. Die Arbeit war getan, er schickte die Burschen nach Hause zu ihren Familien. Wie jeden Abend wollte Frank auch heute auf seinem Banjo üben. Seit er die Dodge City Cowboy Band (DCCB), bei der Frank Banjo spielte, nach einer heftigen Rauferei verlassen musste, suchte er wieder nach einem Betätigungsfeld für seine musikalischen Fähigkeiten.
Plötzlich riss eine Saite. Was blieb Frank anderes übrig, als in die Stadt zu gehen, um sich neue Saiten zu kaufen. Doch so weit kam es nicht, denn auf halbem Wege sah er unter einem Baum einen Prediger sitzen, der begleitet von seinem Gitarrespiel ein Halleluja sang und dem lieben Gott für sein wiedererlangtes Augenlicht dankte. Frank war nicht nur von dessen Gottesfurcht, sondern auch von seinem teuflischen Gitarrespiel begeistert. Er setzte sich neben ihn und hörte ihm andächtig zu. Sein himmlisches Banjo und diese teuflische Gitarre - die beiden sind füreinander geschaffen, dachte er bei sich.

Frank lud den Prediger, der sich Reverend Evil nannte, zu einem Whiskey ein und hoffte auf eine musikalische gemeinsame Zukunft.

Einige Whiskeys später hatten die Beiden auch schon ihre erste Probe vereinbart und wollten sich soeben auf den Heimweg machen, als plötzlich der Wirt die Attraktion des Abends ankündigte: Die Sängerin Kitty „Bad Cat“ Lynx, begleitet von der jungen Geigerin Ruby "Red" Cat und der entzückenden Schlagzeugerin Curly "Kid" Cat. Gleich drei Wildkatzen mit scharfen Krallen und Rhythmus im Blut.
 
Das durften sich die zwei Kerle natürlich nicht entgehen lassen.
Hingerissen von den drei Schönheiten, und obwohl es damals ein ungeschriebenes Gesetz war, niemals mit Frauen gemeinsam auf einer Bühne zu stehen, heuerten sie die Damen kurzerhand für das eben entstandene neue Projekt einer eigenen Band mit dem Namen "Wicked Wildcats" an.

Da die drei Musikerinnen den schleimigen, ungehobelten Wirt mit seinen noch ungehobelteren Gästen sowieso gründlich satt hatten, leerte noch jede von ihnen dem Saloonbesitzer ein Glas Whiskey ins Gesicht und sie verließen mit ihren neu gefundenen Bandmitgliedern den Saloon.

Die „Wicked Wildcats“ waren gegründet, doch es fehlte noch etwas Entscheidendes: der richtige Bass. Kitty erinnerte sich an einen alten Bekannten, Duke Mc.Evans, mit dem ihre Mutter sie schon immer verkuppeln wollte. Er war aus reichem Hause, charmant wie kein Zweiter und Traum aller Schwiegermütter.
Kitty freilich war er vor allem wegen seines gefühlvollen Bassspiels im Gedächtnis geblieben.

Am nächsten Tag klopfte sie an die Tür der Bankiersvilla und fragte das Personal nach dem Junior. Duke war hocherfreut Kitty zu sehen, und als sie ihm auch noch von den „Wicked Wildcats“ erzählte, war alles Weitere klar. Sein Dasein war zwar gespickt mit allen Vorzügen des Reichtums, doch eine richtige Aufgabe und ein Ziel hatte er sein Leben lang nie gehabt.

Die „Wicked Wildcats“ waren nun komplett und aus der Idee eines musikalischen Sägewerkbesitzers entwickelte sich in kurzer Zeit eine unnachahmliche, erfolgreiche Band, deren Geheimrezept sich in einem Wildcats Text findet:
 

“I heard a lot of Country Bands, most everyone in town
But that’s the first I ever heard, that makes one night surround”